Das MacGyver-Prinzip: Nutzen, was zur Hand ist!

Schweizer Messer und Klebeband durften nie fehlen, eine Büroklammer musste auch schon mal zum Entschärfen einer Bombe herhalten und ein Kaugummipapier zum Reparieren eines Atomkraftwerks. Wer kann sich nicht an den TV-Helden der 80er Jahre – MacGyver – erinnern?

Mit guten Physik- und Chemiekenntnissen und seinem Einfallsreichtum ausgestattet, entkam er bis in die 90er Jahre mehr als einer brenzligen Situation pro Episode. Durch den kreativen Einsatz vermeintlicher Alltagsgegenstände die gerade zur Hand waren, konnte er sich und seinen Freunden regelmäßig das Serien-Leben retten – mit einfachsten aber sehr wirksamen Mitteln.

Genau deshalb – egal ob Sie ein Start-Up aufbauen oder eine kleine Firma managen – sollte man sich in brenzligen Situationen schon mal fragen, was würde wohl MacGyver tun!?

Es wird immer jemanden geben, der über die besseren Ressourcen (Geld, Zeit, …) verfügt oder schlichtweg smarter als man selbst ist. Deshalb ist es so wichtig scheinbar unlösbare Probleme mit den Mitteln die einem zur Verfügung stehen, Kreativität und der richtigen Einstellung es zu schaffen, anzupacken. Ein Weg um sich als „Underdog“ zu behaupten – denken wie MacGyver.

Oder noch besser: Denken wie ein Effectuator!

Prinzip #1: Mittelorientierung

Frage nicht, „Was muss ich heute leisten!“ oder „Was muss ich heute erledigen“.

Sondern, „Was werde ich heute kreieren?“ oder „Mit wem werde ich heute etwas neues schaffen?“.

'Seeing' Buddha

Wie sind das, was wir denken. Alles, was wir sind, kommt von unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken bauen wir die Welt.

Buddha – ein Gedanke

 

Ein natürlicher Effectuator: Wie Steve Jobs die Welt sah!

Ein Gedankensplitter mit dem man zu verstehen versuchen kann, warum Steve Jobs ein außergewöhnlicher Mensch war und viele Einsichten in seinem Leben erreicht hat, für die andere mehrere bräuchten, zeigt dieser Videoausschnitt aus einer Dokumentation.

Viele bezeichnen Steve Jobs als echten Entrepreneur und Unternehmer, mit diesen klaren Worten kann Steve nun auch als natürlicher Effectuator par excellence bezeichnet werden.

Hier das Transkript zu dem Video:

Wenn Du aufwächst erzählt man Dir, dass die Welt so ist, wie sie ist und Dein Leben darin besteht in dieser Welt zu leben. Versuche nicht allzu stark gegen diese Wände zu rennen. Versuche eine nette Familie und Spaß zu haben, spare ein bisschen Geld.

Das ist ein sehr limitiertes Leben. Das Leben kann sich stark erweitern, sobald Du eine simple Tatsache erkennst: Alles um Dich, was Du Leben nennst, wurde von Menschen gemacht, welche nicht besser sind als Du, Du kannst es ändern, Du kannst es beeinflussen und Du kannst Deine eigenen Dinge konstruieren, die andere Menschen nutzen.

Erst wenn Du das gelernt hast, wirst Du nie wieder derselbe sein.

Effectuatoren erkennen eben nicht nur Opportunities, die vom Markt, von Anderen … geschaffen wurden, sie schaffen sie selbst durch neue innovative Ideen, Produkte und Märkte. Unbedingt das Video im Originalton ansehen und wirken lassen!

Videolink via H. Offenbacher und H. Grünwald

Wir müssen ein System entwickeln, das Unternehmertum fördert …

… und den Unternehmergeist in Vielen weckt. Zum Beispiel durch eine unternehmerische Gesellschaft, Menschen mit erwachendem Unternehmergeist und durch Effectuation!

(von FRANK STRONACH) Wir dürfen Menschen nicht behindern, die bereit sind, unternehmerisches Risiko einzugehen. Sie sind es, die für neue Betriebe und Arbeitsplätze sorgen. In meiner unternehmerischen Laufbahn habe ich sehr hart gearbeitet und viel Zeit und Geld investiert,  um meinen Betrieb aufzubauen. Ich habe dies aber aus Überzeugung getan, um meine Firma erfolgreich zu machen und wirtschaftlich unabhängig zu sein. Wir müssen ein System entwickeln, welches Unternehmertum fördert. Konkret geht es darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die für Menschen einen Anreiz bilden, Unternehmen zu gründen. Tun wir dies nicht, dürfen wir uns nicht wundern, dass es immer weniger Personen gibt, die ihr Kapital zur Gründung eines Unternehmens einsetzen und viel persönliche Zeit aufwenden, um einen Betrieb von Grund auf aufzubauen. Wir brauchen vor allem ein Steuersystem, welches Wirtschaftswachstum fördert und Anreize für Unternehmensgründungen schafft.

Wir brauchen Menschen, die bereit sind, etwas zu riskieren, die neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen – und die damit auch zum gesellschaftlichen Fortschritt und zur Verbesserung unseres Lebensstandards beitragen. Genau diese Art von Unternehmertum müssen wir fördern. Die Industrie, in der ich die meiste Zeit meines Lebens gearbeitet habe, bildet ein gutes Beispiel. Warum sollte jemand Geld investieren um eine Fabrik zu bauen, Maschinen zu kaufen und Arbeiter anzustellen, wenn er mit dem Kauf von Anleihen mehr Geld verdienen könnte?

Am Arbeitsplatz sieht es ähnlich aus. Wenn Mitarbeiter hart arbeiten und wesentliche Beiträge zum Geschäftserfolg leisten,  erwarten sie eine bessere Bezahlung. Das ist menschlich. Niemand wird um weniger Geld härter arbeiten. Und niemand wird das Risiko eingehen, ein eigenes Unternehmen zu gründen, wenn die Perspektiven nicht stimmen. Ich bin Menschen gegenüber skeptisch, die sagen, dass Geld für sie keine Rolle spielt. Geld ist zweifelsohne ein starker Antrieb, auch wenn es letztlich nur ein Mittel darstellt, um andere Dinge zu verwirklichen. Geld darf aber niemals das einzige Ziel darstellen. Sobald dies der Fall ist, sobald man alle Aktivitäten nur auf Geld ausrichtet, kann man kaum wahre Größe erreichen. Ich beobachte mit Sorge, dass wir uns als Gesellschaft immer weiter davon entfernen, Menschen zu ermutigen als Unternehmer oder Erfinder tätig zu sein. Das ist bedenklich, denn dadurch gefährden wir einen der wichtigsten Antriebe für unseren Wohlstand